Operationsablauf bei einer Fettabsaugung

Die Narkose

Entsprechend des Umfangs der Operation kann die Liposuktion sowohl unter Dämmerschlaf, also einer lokalen Betäubung und der Gabe von beruhigenden Medikamenten, als auch unter Vollnarkose durch einen erfahrenen Facharzt durchgeführt werden.

Die Methode

Bei der heute angewandten Methode werden nach genau festgelegter Markierung, Infiltrationen des Fettgewebes mit Flüssigkeiten (Tumeszenz-Technik, Wet-Technik, Hyperwet-Technik s.u.) vorgenommen. Mit feinen Kanülen werden anschließend Tunnel ins Fettgewebe angelegt, aus denen dann kontrolliert mittels Vakuum-Pumpen (maschinell oder manuell mit Vakuum-Spritzen) gezielt Fett muskelnah bzw. hautnah kreuzweise abgesaugt wird.

Dabei entsteht ein sogenanntes "Honig-Wabennetz" innerhalb des Fettgewebes. Die Gefäßnervenbündel und Haut-Ligamente werden dabei weitgehend geschont. Durch die hintere Anordnung der basal liegenden kleinen Öffnung in der Kanüle, wird die früher häufig beobachtete typische Komplikation, die sogenannte "Dellenbildung" durch die unmittelbare hautnahe Fettabsaugung vermieden. Irregularitäten und Defizite bestimmter Regionen werden durch körpereigene Fettinjektion korrigiert und als "body sculptering" bezeichnet. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Körperregion neu zu formen, und in die gewünschte Kontur zu bringen.

Nach der Liposuktion

Nach Verschluss der Wunden werden Kompressionsverbände oder Strumpfhosen (OP-Mieder) ununterbrochen zur kontrollierten Wundretraktion und Vermeidung von Hämatom- und Serombildungen angelegt und für einen Zeitraum von 6 –12 Wochen in Abhängigkeit zu der entfernten Größe und Menge des Fettgewebes getragen. Ab den dritten Tag nach der Operation können physikalisch - therapeutische Maßnahmen wie Lymphdrainage eingeleitet werden.