Die Brustvergrößerung mit Implantaten

Die Entscheidung für eine Brustvergrößerung ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Es geht dabei um Ihr Selbstvertrauen, Ihr Erscheinungsbild und schließlich um Ihr Wohlergehen.

Um sicherzustellen, dass Ihr Busen nach der Vergrößerung möglichst attraktiv aussieht und zu Ihnen passt und Ihre Erwartungen erfüllt werden, gibt es eine Auswahl an verschiedenen Formen von Implantaten aus denen Sie wählen können.

Die verschiedenen Implantat-Möglichkeiten

Das Implantat bei der Brustvergrößerung besteht in der Regel aus einer glatten oder texturierten Hülle und einem Füllmittel. Als Füllmittel stehen u.a. Kochsalzlösung, Hydrogel und kohäsives Silikongel mit Gedächtniseffekt zur Verfügung.

Da die Brüste individuell unterschiedlich von der Natur aus gestaltet sind, werden entsprechend unterschiedlich konfigurierte Implantate angeboten, die der gewünschten Form und Größe Rechnung tragen.

Unterschieden werden runde und anatomische gerecht konfigurierte Implantatformen.

Anatomisch konfigurierte Implantate, die eine Tropfenform aufweisen, orientieren sich an der natürlichen Form der Brust, so dass sie in Folge der natürlichen Schwerkraft des Brustgewebes (verstärkt durch die Eingliederung eines Implantates sowie des fortschreitenden des natürlichen Hautalterungsprozesses) über längere Zeit geformt bleiben, im Vergleich zu konventionellen runden Implantaten .

Brustweite, Höhe und Projektion der Brust sowie die Distanz zwischen Ihren Brüsten werden bei der Brustvergrößerung in Absprache mit Ihnen individuell und harmonisch auf Ihren Körper abgestimmt.

Silikone und Sicherheit bei der Brustvergrößerung

Silikone finden seit mehr als 100 Jahre in den verschiedensten Bereichen Anwendung. Aufgrund der verschiedenen Herstellungsmöglichkeiten kommen Silikone in einer Vielzahl von Produkten vor. Haarsprays, Sonnenöl, Feuchtigkeitscremes, Herzklappen, Nahtmaterialen und auch in Lebensmitteln wie z. B. Pudding und Backwaren, um nur einige Beispiele zu nennen. Natürlich werden Silikone auch für die Implantate zur Brustvergrößerung benutzt.

Sicherheitsfragen in Verbindung mit der Anwendung von Silikonen in medizinischen Bereichen betreffen in erster Linie den möglichen Zusammenhang zwischen Silikon gefüllten Brustimplantaten und bestimmten Erkrankungen wie Brustkrebs, Bindegewebserkrankungen (z.B. Lupus), Sklerodermie oder rheumatoide Arthritis sowie einer Reihe anderer Symptome wie Rückenschmerzen, chronische Müdigkeit und Konzentrationsstörungen.

In einer Reihe von klinischen wissenschaftlichen Studien an tausenden Frauen, die Silikon-Implantate tragen, konnte nachgewiesen werden, dass es zur Zeit keine schlüssigen wissenschaftlichen Beweise für ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs oder Bindegewebserkrankungen durch Silikon gefüllte Brustimplantate gibt.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA und das europäische Gesundheitsministerium haben darauf hingewiesen, dass "der Nachweis von Silikon in Körperflüssigkeiten nichts darüber aussagt, ob eine Person empfindlich auf diese Substanzen reagiert oder ob ein Risiko für eine bestimmte Erkrankung besteht."

Die Operation zur Brustvergrößerung mit Implantaten

Indem bei der Brustvergrößerung ein Implantat hinter jede Brust gesetzt wird, kann die Oberweite um mehrere Körbchengrößen erhöht werden. In der Regel wird ein Kissen, das entweder mit Silikon oder einer Salzwasser Lösung gefüllt ist, unterhalb der Brustdrüse oder dem Brustmuskel implantiert.

Bei der Brustvergrößerung werden im Wesentlichen die Implantatlage unmittelbar unter der Brustdrüse (subglandulär) oder unterhalb des Brustmuskels (subpectoral) unterschieden.

Die Methode des Einbringens und Fixierens der Implantate hängt von der natürlichen Beschaffenheit Ihrer Brust ab. Die Schnittführung kann entweder unter der Brust, um den Brustwarzenhof herum oder in der Achselhöhle gelegt werden. Welches Vorgehen auch immer gewählt wird, die Schnittführung wird so platziert, dass die entstehende Narbe so unscheinbar wie möglich sein wird. Über diesen Hautschnitt, der in der Regel nicht länger als 5-6 cm ist, werden dann das Brustgewebe und die Haut angehoben, um eine Tasche zu formen. Diese liegt je nach Vorgehen direkt hinter dem Brustgewebe oder hinter dem Brustmuskel.

Die Implantate bei der Brustvergrößerung werden entsprechend der Lage der Brustwarze ausgerichtet. Für die ersten Tage nach der Operation werden Wunddrainagen in die Operationswunde eingelegt. Im Allgemeinen dauert die Operation ein bis zwei Stunden. Die Schnitte werden mit Nähten verschlossen.

Die eingebrachten Silikon-Implantate bei der Brustvergrößerung lassen sich in Bezug auf Form, ihren flüssigkeitsähnlichen Beweglichkeiten, und ihren Konsistenzen praktisch nicht vom normalen Brustgewebe unterscheiden

Risiken bei der Brustvergrößerung mit Implantaten

Wird das Implantat bei ausreichender Haut- und Unterhautgewebsstärke unterhalb der Drüse platziert, kann es unter Umständen zu einer so genannten Kapselkontraktur kommen, die zur Zusammenziehung des Implantates und somit Konturveränderung des Implantates führt. Dies wird durch das bei allen Implantattypen, Implantatmaterial und Implantatlokalisation auftretende bindegewebige Einscheiden des Implantates bedingt.

Natürlich gibt es bei einer Brustvergrößerung auch Risiken. Dieses Risiko der Kapselkontraktur ist klinisch geringer bei subpectoraler Implantatlage (unterhalb des Brustmuskels), allerdings geht diese Risikorverringerung zu Lasten einer engeren Rekonvaleszenzzeit und möglicher Implantat-Dislokation (Verrutschen des Implantates, Formveränderung).